Beiträge vom Januar, 2008

New Age Racism

Donnerstag, 31. Januar 2008 14:50

Die Spannung bei den US-amerikanischen Vorwahlen steigt. Der 5. Februar 2008, der so genannte „Super Tuesday„, an dem sich voraussichtlich entscheiden wird, wen die Demokraten und die Republikaner für die Präsidentschaftswahlen am 4. November 2008 nominieren, rückt näher. Auf Grund der von den Massenmedien als Show-Down zwischen der Favoritin Hillary Clinton und dem Herausforderer Barack Obama inszenierten Kandidatenkür bei den Demokraten habe ich nicht registriert, dass auch die Green Party eine Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen nominiert hatte. Da mir die US-amerikanischen Grünen nur als indirekte Unterstützer der Wiederwahl von Georg W. Bush in Erinnerung waren – das Antreten von Ralph Nader bei den letzten US-Präsidentschaftswahlen im Jahre 2004 hat bekanntlich Al Gore um die Präsidentschaft gebracht -, war ich zunächst erleichtert, als ich der jüngsten Ausgabe der Jungle World – in der Einleitung zu einem Interview mit Elaine Brown, der von den US-Grünen nominierten Kandidatin – entnehmen konnte, dass diese ihre Kandidatur mittlerweile wieder zurückgezogen hatte. Sieh’ an, dachte ich mir, die Grünen haben es endlich kapiert, dass in einem Wahlsystem, das nach dem „the winner takes all„-Prinzip konzipiert ist, die Linken/Liberalen/Grünen usw. nur dann eine Chance haben, wenn sie sich nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen.

Dann las ich das Interview. Dann begann ich zu recherchieren, und verschaffte mir Infos zu Elaine Brown, die von 1974 bis 1977 Vorsitzende der Black Panther Party war. Dann las ich das Interview nochmals. Brown erzählt darin, dass sie sich deshalb von den Grünen aufstellen ließ, weil sie deren Wahlkampfmaschinerie nutzen wollte, „um Nichtwähler aus den unteren Milieus zur Wahl zu bewegen“, und weil diese Partei die einzige war, die sich gegen die während der Präsidentschaft von Bill Clinton in vielen Bundesstaaten eingeführten „Three strikes Laws“ ausgesprochen hat. Diese, dem Resozialisierungsgedanken widersprechenden Strafgesetze ermöglichen dem Justizapparat die Verhängung lebenslanger Freiheitsstrafen für zweimal rückfällig gewordene Straftäter – de facto unabhängig von der Schwere der Vergehen. Mit ein Grund dafür, dass sich die Zahl der Häftlinge in US-Gefängnissen innerhalb von zehn Jahren verdoppelt hat. (vgl. dazu die Reportage in Telepolis)

Eines der Bücher von Elaine Brown trägt den Titel New Age Racism. Mit diesem Begriff benennt sie Ideologien, die nicht nur in den USA, sondern mittlerweile in allen modernen Industriegesellschaften common sense geworden sind. Ihre Funktion besteht darin, dass durch Appelle an die Eigenverantwortung, gemäß dem Motto, Wenn du dich richtig ernährst, erkrankst du auch nicht an Krebs, die Ursachen für soziale Probleme nicht mehr in gesellschaftlichen Verhältnissen gesucht werden, sondern im individuellen Verhalten. In dem Interview sagt Brown:
Clintons Botschaft war, dass es keinen Rassismus mehr gibt. Die Schwarzen waren doch frei, aber sie haben ihre Freiheit vermasselt. So wie man uns weismachen will, dass der Klimawandel deswegen eintritt, weil wir das falsche Haarspray benutzen, will man nicht länger über die Verhältnisse reden, die dazu führen, dass die Hälfte aller Gefängnisinsassen der USA schwarz sind, obwohl der Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung nur 13 Prozent beträgt. Die Missstände seien nicht länger eine Frage des Kapitalismus oder des Rassismus, sondern eine Frage des schlechten Benehmens Einzelner. Das ist die Ideologie des New Age.

An diesem ideologischen Konzept kratze auch ein demokratischer Präsidentschaftskandidat Barack Obama nicht, sondern er legitimiere, wie Brown nüchtern festhält, „das Bedürfnis der weißen und schwarzen Mittelklasse, endlich nicht mehr über Sklaverei, Rassismus und soziale Probleme reden zu müssen„. Und weiter: „Es gibt eine Reihe Schwarzer, vor allem aus der Mittelklasse, die ihn unterstützen. Aber in den Ghettos, in den armen Familien, unter den Crack-Abhängigen, in den Familien, deren Angehörige im Gefängnis sitzen, gilt Obama nicht als eine Figur der Hoffnung. Die Leute, die in Obama eine Hoffnung sehen, sind mit den bestehenden Verhältnissen zufrieden.

Zur Vertiefung:
Video-Vortrag von Elaine Brown vor Studenten über New Age Racism.

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Zum Umgang mit Dumpfbacken

Mittwoch, 30. Januar 2008 16:40

In einem im gestrigen Standard erschienenen Kommentar mit dem Titel „Eine Bühne für die Hetzer?“ nimmt der Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici den Medien-Hype rund um die Grazer Kommunalwahlen, aber insbesondere das Auftreten von Strache und Westenthaler im Rahmen der ORF-Talk Show Im Zentrum am Wahlabend, zum Anlass, für einen Appell an den ORF, den Hetzern von FPÖ und BZÖ bisweilen mit Ignoranz zu begegnen. Ravinovici schreibt: „Das dritte Lager mag gespalten und halbiert sein, aber die Rundfunkanstalt verdoppelt. Wo früher ein Schreihals das Gespräch übertönte, krakeelten jetzt zwei. Strache verhöhnte den Moderator Peter Pelinka, Westenthaler den Politologen Filzmaier. Beide griffen nicht die politischen Gegner, sondern unabhängige Beobachter an. Ihr Stil, ob persönliche Beleidigung, stetes Unterbrechen oder rassistische Diskriminierung, ist Gesinnung, die Form Inhalt. (…) Es wäre durchaus angebracht, die Freiheitlichen zuweilen rechts liegenzulassen. Es ist so durchschaubar und langweilig, immer nur mit Strache, Mölzer oder Westenthaler Quote machen zu wollen. Gegen den Rassismus nicht Stellung zu beziehen, hieße vor ihm zu kapitulieren, aber wenn News auf schrille Fotos der bösen Bubenpartien und der Boulevard auf das Spiel mit dem Ressentiment verzichteten, wäre dies in der Tat eine den Freiheitlichen angemessene Form der Ignoranz.

Man muss die betreffende Sendung nicht gesehen haben, und ich habe sie nicht sehen wollen, um zu wissen, dass dem nichts hinzuzufügen ist. Höchstens der Verweis auf eine jüngst ergangene Entscheidung des Bundeskommunikationssenates, der auch als Rechtsaufsichtsbehörde über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF fungiert. Darin heißt es unter anderem: „Der ORF hat zur Erfüllung seines Auftrags zur umfassenden Information Sorge dafür zu tragen, dass die Vielfalt der Meinungen in einem Programm in seiner Gesamtheit zum Ausdruck kommt; es besteht also kein Anspruch einer politischen Partei oder einer Interessenvertretung auf Präsenz in einer bestimmten Sendung; entscheidend ist vielmehr, dass es insgesamt allen nennenswerten politischen Kräften möglich ist, ihre Meinungen darzulegen.“
Folglich besteht auch keine, aus dem Objektivitätsgebot des ORF (§10 ORF-Gesetz) abzuleitende Notwendigkeit für den ORF, rechte Hassprediger in einer ORF-Sendung auftreten zu lassen. Im Gegenteil: Deren Auftreten kann als permanenter Verstoß gegen die im selben Paragrafen in den Absätzen 1 und 2 festgelegten Allgemeinen Grundsätze des ORF gesehen werden. So heißt es in §10 Absatz 1 ORF-Gesetz: „Alle Sendungen des Österreichischen Rundfunks müssen im Hinblick auf ihre Aufmachung und ihre Inhalte die Menschenwürde und die Grundrechte anderer achten„, und in Absatz 2 wird postuliert: „Die Sendungen dürfen nicht zu Hass auf Grund von Rasse, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion und Nationalität aufreizen.“

Eine Anmerkung sei noch angebracht:
Der Stil der Rechten ist Gesinnung, die Form ist Inhalt. Genau so ist es. Und, da es so ist, ist es auch nicht wirklich überraschend, wenn sie nicht nur „politische Gegner, sondern unabhängige Beobachter“ attackieren. Nun wäre es in der Tat eine Chuzpe, wenn man von einem dieser „unabhängigen Beobachter„, dem Moderator der Sendung Im Zentrum, der zugleich als Chefredakteur des Wochenblattes NEWS dessen Nicht-Journalismus und das jahrelange Haider Foto-Shooting, das Rabinovici zu Recht moniert, zu verantworten hat, erwarten würde, dass er Krakeelern, zu deren Wahrnehmung er allwöchentlich publizistisch beiträgt, etwas entgegen setzen könnte. Wer zu Talk Shows mit rechten Dumpfbacken hingeht (oder zusieht) und sich zivilisierte Debatten erwartet, der darf sich im Nachhinein nicht die Augen reiben, wenn sie nicht stattgefunden haben.
Wer zu Debatten mit Dumpfbacken hingeht, von dem erwarte ich mir, dass er mit der notwendigen Verve dagegen hält, tief schießen kann und vor dem Austeilen und Einstecken verbaler Watschen nicht zurückschreckt. Für alle, die das nicht können oder nicht wollen, sollte gelten: Vermeidet das Hingehen, wenn ihr nicht den Verstärker der Dumpfbacken abgeben wollt!

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Fernsehen als Kanzel

Freitag, 25. Januar 2008 20:41

In einer berührenden „Liebeserklärung an einen Querdenker“ erweist André Heller dem ehemaligen Generalintendanten des ORF Gerd Bacher die Reverenz. Bacher, der die Medienorgel ORF über Jahrzehnte „in seiner schönsten, imponierendsten Form erfunden bzw. die begabtesten Feuerköpfe um sich geschart hat, um ihn erfinden zu lassen„, wie Heller betont, hat vor allem viele machen lassen, auch dann, wenn das Produkt so gar nicht mit seinem rechtskonservativen Weltbild im Einklang stand.

Man krame etwa in eigenen Videobeständen oder erwerbe ausgewählte Klassiker der Bacher-Ära, die vor Kurzem in der Edition „Der österreichische Film“ auf DVD erschienen sind, wie etwa die sechsteilige Alpensaga, oder erinnere sich an so manche Club 2-Sendung, in der man als Heranwachsender zum ersten Mal eine Ahnung davon bekam, was zivilisierte Diskussions- und Streitkultur sein kann (etwas, was man weder von Elternhaus noch von Schule vermittelt bekam, weil das Personal dieser Sozialisierungsinstanzen selbst in autoritären Strukturen sozialisiert wurde) oder schalte auch heute noch Sendungen wie Diagonal ein – auch das eine Erfindung aus der Bacher-Ära -, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Fernsehen und Radio sein kann und sein soll, wenn es sich als Medium der Aufklärung begreift.

Zugleich, und das sollten wir bei aller Verklärung nie vergessen: Das Bacher’sche Fernsehen war – trotz dieser, die Erinnerung prägenden Höhepunkte – in seiner Konzeption genauso anti-emanzipatorisch und autoritär wie Schule und Elternhaus, weil es, wie der Journalist Joachim Riedl zu Recht festhält, „im Bewusstseins eines Alleinvertretungsanspruches“ daher kam. Und Riedl weiter:

Es ist ein Götze, der keine anderen neben sich dulden mag. Ein Stück Religionsersatz und wer’s glaubt, wird selig. Allen anderen ist die Hölle gewiss, darin die ewige Dummheit brodelt. (…) Die Vorstellung, Fernsehen sei eine Schule der Nation, eine Belehrungs- und Erklärungsanstalt, nährt sich aus der utopischen Idee der wohlmeinenden Diktatur, die davon überzeugt ist, es müsse eine hohepriesterliche Fürsorgeherrschaft über das unmündige Gewusel der Menscheit errichtet werden. Der Gedanke, so verführerisch er sein mag, ist in Wahrheit totalitär.“ (Hier der ganze Text von Joachim Riedl)

Fernsehen, in den 1970-ern und 1980-ern, hieß schlicht und einfach: ORF sehen. Die Fernbedienung, sofern es sie überhaupt gab, war funktionslos, weil es keine Möglichkeiten des Wegzappens gab. Angesichts des Faktums, dass es eben nicht täglich Alpensaga oder Kottan gab, also Sendungsinhalte, die man, don’t forget, wenn überhaupt, nur bei Abwesenheit elterlicher Autorität sehen konnte, sondern, ganz im Gegenteil, dass der ORF-Alltag hauptsächlich von journalistischen Geistesblitzen wie etwa dem Bacher-Freund Alfons Dalma (eigentlich Stjepan Tomicic), der seine journalistische Karriere in Propagandablättern des kroatischen Ustascha-Regimes begonnen hatte, in den späten 1960-er Jahren zum Chefredakteur im ORF aufgestiegen war und bis in die 1980-er Jahre aus dem ORF eigenen Vatikan-Studio die gesamte Süd-Europaberichterstattung abdeckte, geprägt wurde und Sendungen wie Autofahrer unterwegs die Begleitkulisse zum sonntäglichen Schweinsbraten im Elternhaus beisteuerten, ist man auch weniger anfällig für Verklärungen der Bacher-Ära.

Also, don’t forget:
Bei aller Klage gegen den Fernsehschrott im heutigen digitalen Programmbouquet, die Erweiterung im Bereich der audiovisuellen Medien, die Fülle der Angebote im Fernsehen und im Internet, eröffnet vorher nicht gekannte Optionen der Wahl für Jeden/e.

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Kurzer Nachtrag zu Eric Hobsbawm

Donnerstag, 24. Januar 2008 12:46

Eric Hobsbawm, der am 21. Jänner im Roten Salon des Wiener Rathauses von Bürgermeister Michael Häupl zum „Ehrenbürger der Stadt Wien“ ernannt wurde, ist tags darauf auch im Rahmen einer Veranstaltung der „Wiener Vorlesungen“ im Festsaal des Rathauses von Historikern geehrt worden. Die von über tausend Menschen besuchte Veranstaltung fand beachtliches Echo in den Medien – wie insgesamt der Besuch Hobsbawms in Wien.

Hier einige Links dazu:
Laudatio von Hubert Christian Ehalt (veröffentlicht in der Tageszeitung „Die Presse“)
Kurzer Bericht über die Veranstaltung (ebenfalls „Die Presse“)
Schönes Interview mit Eric Hobsbawm (aus „Spiegel-Online“)
Rezensionen wichtiger Publikationen des Historikers (aus „Perlentaucher“)

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NachRichten

Samstag, 19. Januar 2008 13:51

Für das diesjährige Gedenkjahr (1918 / 1938) haben sich Historiker und ein britischer Herausgeber ein spannendes Projekt ausgedacht: Den Nachdruck von Zeitungen und Originaldokumenten aus der Zeit von 1938 bis 1945, Nazi-Blätter, Auslandspresse und Exilzeitungen, samt Hintergrundinformationen von renommierten Zeithistorikern. Insgesamt sollen 52 Ausgaben erscheinen, jede Woche eine, und die erste Nummer ist am 15. Jänner im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt worden. Erwerben kann man die NachRichten in Trafiken oder im Abonnement über die Website.

Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe steht der „Anschluss„, also die Ereignisse vom 11. bis zum 15. März 1938, als die deutsche Wehrmacht die österreichischen Grenzen überschritt, die Regierung Schuschnigg zurücktrat, Pogrome gegen Juden stattfanden und die politischen und medialen Institutionen des Landes von Nationalsozialisten übernommen wurden. Ein Reprint der Ausgabe der „Prager Presse“ und des in Wien erschienenen „Das kleine Blatt“ vom 13. März sind dieser ersten Ausgabe der NachRichten ebenso beigelegt wie ein Faksimile des Plakates mit dem Aufruf der Schuschnigg-Regierung für die für den 13. März angekündigte und durch den Einmarsch der deutschen Truppen verhinderte „Volksbefragung„.

Auf der letzten Seite der 1. Ausgabe der NachRichten heben Karl Blecha, Barbara Prammer, Erwin Steinhauer, Ariel Muzicant u. a. die Bedeutung des „Wissens um die Vergangenheit“ hervor, einzig Thaddäus Teddy Podgorsky, der ehemalige ORF Generalintendant, der auch dem ORF-Fernsehwerbespot für das Projekt seine Stimme leiht, verzichtet auf Bedeutungsprosa, indem er die NachRichten wie folgt kommentiert:
Dieses Projekt wird uns eindringlich vor Augen führen, dass die Medien grundsätzlich auf der Seite des „Stärkeren“ stehen. Dazu bedarf es nicht des Terrors einer Diktatur; heute sorgen das internationale Kapital und das Fernsehen für denselben Effekt. Die Drangsalierten haben keine Stimme.

Man fragt sich, was das krude Verschwörungsgefasel vom „internationalen Kapital“ und in dieser Allgemeinheit vorgetragene und somit völlig belanglose Hiebe auf das „Fernsehen“ in diesem Kontext verloren haben? Podgorski müsste wissen, dass sämtliche Zeitungsredaktionen und auch die RAWAG unmittelbar noch in der Nacht vom 11. auf den 12. März von Nationalsozialisten besetzt wurden. Dass in Folge alle Journalisten, die dem nationalsozialistischem Regime aus „rassischen“ oder politischen Gründen nicht in den Kram gepasst haben, verhaftet, gefoltert, umgebracht oder vertrieben wurden. Und falls er es nicht wissen sollte, dann kann er es in der 1. Ausgabe der NachRichten im von Fritz Hausjell verfassten Artikel nachlesen.

Podgorskis‘ Polemik erinnert stark an Noam Chomsky und dessen Thesen, die er etwa in Manipulierter Konsens. Die politische Ökonomie der Massenmedien (1988) erläutert hat. Darin, aber auch in vielen anderen Äußerungen, Interviews und Kommentaren, setzt sich Chomsky insbesondere mit den US-amerikanischen „Elitemedien“, wie etwa der New York Times oder CNN, auseinander. Diese „Elitemedien“, die im Eigentum von Großkonzernen stehen und über Werbung einen Großteil ihrer Einkünfte über (andere) Großkonzerne erhalten, würden unliebsame Nachrichten und Berichte durch gelenkte Kampagnen zu unterdrücken versuchen. Vor allem aber hätten diese Großmedien die Themenführerschaft, das Agenda setting, für alle anderen Medien, was sich insbesondere in Krisenzeiten – Irakkrieg, „Krieg gegen den Terror“ – nachweisen lasse.

Chomskys‘ Thesen über die „Elitemedien“ sind trotz aller Überzeichnung, und unabhängig davon, dass etliche seiner politischen Kommentare, etwa zum Nahost-Konflikt, höchst problematisch sind, vor allem deshalb diskussionswürdig, weil sie vom Wissen getragen sind, dass jedwede öffentliche Kommunikation, also auch jene, die den Macht- und Herrschaftsapparaten etwas entgegensetzen will, nur über mediale Plattformen möglich ist. Und es gibt eben nicht – wie das Podgorski unterstellt – „die Medien“ und „das Fernsehen“, sondern viele mediale Plattformen, deren ökonomische und politische Interessen sich nicht einfach über einen Kamm scheren lassen.

Außerdem, auch das sollte nicht vergessen werden, gilt es höchst heterogene Rezeptionshaltungen bei den „Drangsalierten“ zu bedenken: Man kann das Fernsehgerät nämlich auch als „buddhistische Nirwanamaschine“ (Hans Magnus Enzensberger) verwenden. Mit anderen Worten: Man sollte das Podgorski-Statement lesen – und gleich wieder vergessen.

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Google oder wie die Suchmaschine mit uns Geld verdient

Mittwoch, 16. Januar 2008 16:47

Es gibt Tage, die historische Einschnitte markieren, bisweilen sogar Epochenwenden einläuten, unabhängig davon, ob sie sich später in Geschichtsbüchern wider finden oder nicht. Der 7. September 1998 muss wohl als ein solcher gesehen werden, weil an diesem Tag die beiden Stanford-Studenten Larry Page und Sergey Brin ihre Testversion der Suchmaschine Google online gestellt haben. Im Verlauf von nicht einmal zehn Jahren sind nicht nur die Konten der Beiden und der Google-Aktionäre explosionsartig in die Höhe geschossen, sondern es hat sich eine neue Ökonomie etabliert, die erst durch die Suchmaschine und deren Funktionsweise ermöglicht wurde, und die in Google selbst einen ihrer größten Profiteure kennt.

Wie dieses Geschäftsmodell, das mittlerweile von vielen im Netz agierenden Unternehmen mehr oder weniger kopiert wird, im Detail funktioniert, beschreibt der Technologie-Journalist Nicholas G. Carr in einem höchst informativer Artikel in „Strategie + Business“, auf den ich im Perlentaucher aufmerksam gemacht wurde. Obzwar Carr gleich eingangs festhält, dass das Neue an Google gar nicht so neu sei, werde doch überwiegend durch Verkauf und Platzierung von Werbung Geld verdient, lohnt es die bahnbrechende Innovation der Google-Gründer näher zu betrachten, weil sie eine wichtige Voraussetzung bildet für das, was sich im Netz tummelt – für die großen Verkaufsportale wie Amazon oder eBay ebenso, wie für viele Web 2.0 Anwendungen.
Diese Innovation, so schreibt Carr, ist eine dreifache gewesen. Erstens haben die Google-Gründer die Struktur des Internets, den Hypertext, zum zentralen Kriterium ihrer Suchabfrage gemacht. Herkömmliche Suchmaschinen haben das Web nach Suchwörtern abgegrast. Googles’ Maschinen hingegen durchforsten das Web nach Links, wobei das Ergebnis der Suche, das Ranking, von der Anzahl der Linkverweise auf eine bestimmte Website maßgeblich bestimmt wird.
Die zweite Neuerung bestand darin, dass Google intelligente, eigens fürs Web konzipierte Werbeformen anbot (Adsense/Adwords), mit denen nicht nur Google Geld verdient, sondern – das nötige Know-How vorausgesetzt – potentiell jeder Nutzer. Dieser Aspekt wird in den gängigen Beschreibungen über die Funktionsweise von Google übergangen, da sie sich zumeist auf, no na, nicht zu unterschätzende Gefahren, die mit dem de facto Monopol verbunden sind, beschränken. Somit werden aber auch die Möglichkeiten übersehen, mit Google Geld zu verdienen, auch für den „kleinen“ Blogger. Die dritte Innovation betrifft die Geschwindigkeit, mit dem die Suchergebnisse ausgeworfen werden – ermöglicht durch ein über die ganze Welt verstreutes, tausende Hochleistungsrechner umfassendes Server- und Datennetz.

Was ich besonders beachtenswert finde, ist die Tatsache, dass bei jeder Suchabfrage, Daten generiert werden. Nun sind Daten bereits heute ein wichtiges Produktionsmittel. In Zukunft werden sie vielleicht sogar das Wichtigste sein. Es überrascht denn auch nicht, wenn Eric Schmidt, CEO von Google, in einem Interview mit der Financial Times davon spricht, dass man in noch größerem Umfang Nutzerdaten generieren wird, als bisher, um dem Einzelnen sagen zu können, welcher Job für ihn passend sei oder wie er seine Freizeit am Sinnvollsten verbringen könnte.

Das wahre Geheimnis des Erfolges von Google, aber auch von Unternehmen wie Amazon, besteht darin, dass sie „die kollektive Intelligenz der Nutzer für sich arbeiten lassen„, wie das der im Silicon Valley ansässige Trendforscher Tim O’Reilly, der Erfinder des Begriffs Web 2.0, in einem Zeit-Interview auf den Punkt gebracht hat – und ohne dass die Nutzer das auch merken, müsste man hinzufügen.

Gemäß dem Diktum von Brecht, wonach es gelte, sich ans schlechte Neue zu halten und nicht ans gute Alte, werde ich mich nun eingehender mit jenen Strategien beschäftigen, die ich brauche, damit nicht nur Google mit mir, sondern auch ich mit Google, Geld verdienen kann.

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Bücherbörse

Montag, 14. Januar 2008 21:44

In Wien findet seit etlichen Jahren, in Abständen von drei bis vier Monaten, eine Bücherbörse statt, also kein Flohmarkt für Bücher, sondern der größte Markt für gebrauchte und antiquarische Bücher in Österreich. Leser und Sammler von Büchern können gegen eine Eintrittsgebühr von 3 Euro in einem zigtausende Bücher umfassenden Angebot stöbern, das von antiquarischen Kostbarkeiten bis zu billigen Taschenbüchern reicht, und von professionellen Händlern, aber auch von privaten Anbietern bereit gestellt wird. Da ich mich beim ersten Besuch einer Bücherbörse in eine Liste eingetragen habe, bekomme ich immer rechtzeitig einen Flyer mit Infos zur jeweils nächsten Veranstaltung. Über die Jahre bin ich somit zu einem Stammgast der Bücherbörsen geworden. Als Veranstaltungsort fungierte immer ein mittelgroßer Saal der Wiener Stadthalle oder des Austria Centers.

Seit längerer Zeit fand sich kein derartiger Flyer mehr in meinem Briefkasten, was ich mir aber mit dem in letzter Zeit auffallend schlechter gewordenen Zustellservice der Österreichischen Post erklärte. Ich war daher auch nicht sonderlich überrascht, am Praterstern ein Plakat zu sehen, das die nächste Bücherbörse für den 13. Jänner ankündigte. Der Ort hat mich allerdings verwundert: Arcotel Wimberger stand da zu lesen, ein altes und in den 1990-er Jahren modernisiertes Hotel am Neubaugürtel.

Der Ort ist Programm, dachte ich mir, als ich durch die Drehtür in die Hotellobby eintrat. Keine Portiere, wie in der Stadthalle, an denen man acht- und grußlos vorbeiging, aus Erfahrung wissend, dass ein „Guten Tag“ unerwidert bleibt, sondern servicegeschultes Hotelpersonal, das mich als Gast freundlich willkommen heißt, ein gegenseitiges Einverständnis voraussetzend, dass hier nichts kostenlos zu haben ist. Ich zahlte die 3 Euro Eintrittsgebühr und machte mich auf zu einem ersten Rundgang. Als ich den fensterlosen und nur spärlich ausgeleuchteten Saal betrat, fiel mir sofort auf, dass nicht nur wesentlich weniger Tische vorhanden waren, als bei früheren Bücherbörsen, sondern dass auch nicht so viele am Angebot Interessierte gekommen waren. Trotzdem war an ein lustvolles Stöbern und Schmöckern nicht zu denken, weil die Tische viel zu eng platziert waren. Aber, ich befand mich ja in einem Hotel, und in der Hotelbar gab’s eine wirklich gute Melange und eine frische Zimtschnecke. Nach einer halben Stunde Auszeit im weichen Fauteuil kehrte ich zu den Büchern zurück. Da sich mittlerweile noch weniger Leute als vorher im Raum befanden, konnte ich mir, ohne geschoben oder gerempelt zu werden, rasch einen Überblick über das Angebot verschaffen. Ich erwarb „Jedermann“ von Philipp Roth, eine 2007 erschienene Biographie über William Shakespeare und einen Nesser-Krimi – allesamt im Hardcover, fast wie neu und zusammen für 15 Euro. Leserherz was willst du mehr, könnte man sagen.

Dennoch fällt die Bilanz ambivalent aus: Ob es sich für die Organisatoren wirklich gelohnt hat, ins Viersternehotel upzugraden oder ob sich derartige Veranstaltungen nicht bereits überholt haben, weil sich mit Amazon und eBay neue und vergleichsweise konkurrenzlose Vertriebs- und Verkaufsplattformen auch für gebrauchte Bücher auftaten, wird sich wohl bald zeigen. Vielleicht schon am 20. April. Dann soll, wie ich dem Flyer, der mir beim Verlassen in die Hand gedrückt wurde, entnehmen konnte, die nächste Bücherbörse über die Bühne gehen – wieder im Hotel Wimberger.

P.S. Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass die Bücherbörse jetzt von einem anderen Veranstalterteam organisiert wird. Hier findet man die Infos dazu.

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Eric Hobsbawm

Samstag, 12. Januar 2008 11:41

Der Historiker Eric Hobsbawm schreibt in seiner wunderbaren Autobiographie Gefährliche Zeiten – Ein Leben im 20. Jahrhundert, wie er im Alter von 15 Jahren im Berlin der Jahre 1932/33 zum Kommunisten geworden war und seiner Überzeugung aus „Trotz“ und „Stolz“, wie er betont, und ohne sich Illusionen über die Verhältnisse in den real existierenden Sozialismen nach Weltkrieg II zu machen, zeitlebens treu geblieben ist. Obzwar Hobsbawm gegen den Einmarsch der Roten Armee in Ungarn 1956 öffentlich Stellung bezog, verweigerte er sich der anti-kommunistischen Kalten-Kriegsfront, in der sich viele ehemalige Genossen einfanden. Der Autor unterscheidet zwischen den sich an der Macht befindlichen KPs und den kommunistischen Parteien im Westen, die sich in Opposition befanden und deren Mitglieder, je nach Land verschieden, mit Berufsverboten bzw. erheblichen beruflichen Nachteilen zu rechnen hatten. So blieben dem linken Historiker die universitären Tore auf Grund seiner Mitgliedschaft in der KP Großbritanniens bis spät in die 70-er Jahre verschlossen. Dass er dennoch eine große intellektuelle Karriere machen konnte, verdankte er liberal gesinnten Verlegern, die seine historischen Studien publizierten und seinem Faible für den Jazz. Seine Konzert- und Plattenkritiken erschienen in der Presse, freilich unter diversen Pseudonymen.

Warum blieb er trotz alledem Kommunist? Warum wollte er sich dennoch nicht von der Partei trennen? Zum einen, schreibt Hobsbawm, weil er gewissermaßen noch vor den stalinistischen Prozessen in sehr jungen Jahren kommunistisch sozialisiert worden war, und zum anderen, weil die Oktoberrevolution und die UdSSR – trotz aller unleugbaren Missstände und letztendlich ungeheuerlichen Verbrechen – das in der Geschichte der Menschheit einzige Projekt der Befreiung der Arbeiterklasse war. Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, dass Hobsbawm den Bruch Chruschtschows mit dem Stalinismus, den er in der berühmten Geheimrede auf dem XX. Parteitag der KPdSU im Jahre 1956 vollzogen hat, als den Beginn des Niedergangs erfasst.

Am 22. Jänner ist Eric Hobsbawm auf Einladung der „Wiener Vorlesungen“ im Wiener Rathaus – und ich werde auch dort sein.

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U-Bahn Kommunikation

Freitag, 11. Januar 2008 15:32

Die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel in Großstädten hat in der Regel den Vorteil, dass man relativ rasch von einem Ort an einen anderen gelangt, insbesondere zu Stoßzeiten.
Nun kann es bisweilen vorkommen, und gestern war wieder einmal so ein Tag, dass technische Störungen ein Weiterfahren verhindern und einen ungewollten Aufenthalt im U-Bahntunnelnetz erzwingen. Dies wäre an sich nicht weiter störend, würde der Fahrer die Reisenden über den Grund des ungewollten Tunnelaufenthaltes informieren, etwa mit einer kurzen, mit beruhigender Stimme vorgetragenen Lautsprecheransage, Meine Damen und Herren, auf Grund einer technischen Störung kommt es zu einem kurzen Aufenthalt. Seien sie nicht beunruhigt, die Fahrt des Zuges wird in Kürze fortgesetzt.

Wenn aber die Stimme des Fahrers nicht zu vernehmen ist, und gestern war wieder einmal so ein Tag, und man somit auch keinerlei Erklärung angeboten bekommt für das kurzfristige Erlöschen der Innenbeleuchtung bei gleichzeitig einsetzenden Hupsignalen, die man trotz jahrelanger U-Bahnfahrerfahrung bislang noch nie gehört hat, dann kann folgendes Phänomen beobachtet werden: Werden im Normalfall U-Bahnfahrten relativ kommunikationslos verbracht, mutieren derart im Ungewissen gelassene Reisende zu Kommunikationsjunkies. Aber, da der Stadtmensch respektvoll ist, quatscht er eben nicht den fremden, neben ihm stehenden oder sitzenden Zeitgenossen unvermittelt an, sondern begibt sich auf die hektische Suche nach seinem Handy, das er in seiner Mantel,- Hosen- oder Handtasche vermutet, was sich auf Grund des spärlich ausgeleuchteten U-Bahnwagons etwas schwierig gestaltet, um dann, wenn er das Ding endlich gefunden hat, einem abwesenden Vertrauten aufgeregt mitzuteilen, dass er gerade in der U-Bahn feststecke, nicht wisse, was los sei, und nicht sagen könne, wann er nach Hause, ins Büro oder sonst wo hin kommen werde.

Gäbe es diese Handy-Terroristen nicht, würde sich ein besonnener Zeitgenosse in der Regel einen derartigen Vorfall damit erklären, dass die U-Bahn eine kurze technische Störung haben werde, die Informationspolitik der Wiener Linien nach wie vor in den 1970-er Jahren stecken geblieben sei und es ohnehin gleich weiter gehen werde. Da er sich aber von diesen Mutanten umzingelt erkennen muss, verspürt er blitzartig ein Unwohlsein, das sich in null Komma nichts in Beklemmungszustände verwandelt und Angstschweißausdünstungen produziert.

Wäre da nicht im nächsten Moment ein leichtes Rucken des Zuges bemerkbar, welches sich kurz danach als langsame Fahrbewegung einordnen lässt, und in den Gesichtern der Mitreisenden nicht hörbare Seufzer der Erleichterung zeichnet, die ihm zu verstehen geben, gerade noch einmal mit dem Leben davon gekommen zu sein, muss er auch nicht mehr überlegen, ob er das nächste Mal nicht doch lieber mit dem Auto den Weg von A nach B nehmen soll.

Nein, er steigt erleichtert in der nächsten Station aus, um am nächsten Tag, der hoffentlich nicht so ein Tag wird wie der Gestrige, wieder einsteigen zu können.

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Groundhog Day forever

Donnerstag, 10. Januar 2008 12:31

Auf Martin Blumenau’ FM4-Log, mit dem ich, kaum im Büro und den PC hochgefahren, mein Tagwerk beginne, fand ich den schönen Satz „You’re no longer imprisoned by your times“, den Bruce Springsteen in einem Gespräch mit Win Butler von Arcade Fire fallen ließ.

Springsteen bezog den Satz auf die heutige populäre Musik, die er befreit sieht vom Referenzkriterium des in der Zeitachse steckengebliebenen Popmuseums, das das Hirn zur Unbeweglichkeit verdammt hat wie ein Schwabbelbauch den Körper. Möglich geworden ist diese neue Freiheit dank der rhizomartigen Ausweitung und Gleichzeitigkeit unterschiedlichster Genres und Sub-Genres im heutigen populären Musikschaffen und, diese Verhältnisse produzierend und befördernd, der ständigen und sofortigen Verfügbarkeit jedweder Musik in der digitalen Weltmaschine.

Wiewohl sich der Satz also auf die Musik bezieht, hat Blumenau recht, wenn er ihm eine weit über die Musik hinausweisende Relevanz zumisst.

„Die Fesseln einer Geschichtsschreibung, die meint, immer weiter in eine bestimmte Richtung (des Fortschritts) schreiten zu müssen, durch die – mittels neuer Technologien in den nächsten Jahren ohnehin massiv beförderte – Gleichzeitigkeit von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu sprengen, das wird die Herausforderung. Das Bejammern dieser Wir-stecken-fest!-Situation hat vielleicht nur noch in den Köpfen der älteren Generation Platz, die noch ein wenig in den Hobby-Heftln und Images aus den 60ern und 70ern lebt, gleichzeitig aber die Chancen, die die Überfuhr in die 4. Dimension der digitalen Welten bietet, nicht annehmen mag. Denn hinter dem, was Toledo „Verflüssigung“ nennt, steckt wohl die Aufhebung des Begriffs der Zeit, wie wir sie kennen, also der rein analogen von A nach B-Definition davon.

We’re no longer imprisoned by our times!

Hier geht’s zum Blumenau-Eintrag

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