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Werkstattbericht

Dienstag, 8. Juli 2014 18:45

Vor einigen Wochen war der Historiker und Publizist Phillip Blom zu Gast in Zweifels Reflektorium im Burgtheater-Vestibül. Ich mag Bloms Bücher (Der Taumelnde Kontinent, Böse Philosophen), sodass ich gleich online eine Karte für diese Veranstaltung gebucht habe. Ich mag diesen Autor, weil er Besteller schreibt, ohne dummdreist zu verkürzen. Er popularisiert, aber er vereinfacht nicht, im Gegenteil: Er reduziert Komplexität, indem er immer wieder auf diese hinweist. Vor allem aber kann er großartig schreiben (nebstbei auch zitierfähig sprechen) und baut wunderbare Anekdoten in seine Geschichtserzählungen ein.

Ausgangspunkt für das Gespräch mit Ö1-Mann Rainer Rosenberg, der für den erkrankten Stefan Zweifel eingesprungen war, war Bloms nächstes Buchprojekt, das sich mit der Zwischenkriegszeit (1918-1938) beschäftigt und demnächst auf den Markt kommen soll. Ein Werkstattbericht also.

Hier ein paar Anmerkungen zum eineinhalbstündigen Gespräch über Charlie Chaplin, Fritz Lang und Martin Heidegger, über Kriegszitterer (Bomb shells) und Frankenstein, Kronstadt und Trotzki etc., das mich immer wieder an Alexander Kluge erinnerte, die ich für besonders wichtig erachte:

  • Westfront: Die Hälfte aller im 1. Weltkrieg an der Westfront getöteten Soldaten starben im Schützengraben, also im Moment des Nichtstuns, des Wartens, somit völlig ohne ihr zutun. Sie starben durch den modernen technologischen Krieg, sie starben durch Artilleriegeschoße, die 10 km weit entfernt waren, die sie nicht sahen. Damit gingen aber auch alle soldatischen Mythen, von Ruhm, Tapferkeit und Ehre und Vaterland usw. in die Brüche. Tapfer oder feig, egal: jeder Zweite krepierte. Auf der anderen Seite Europas, an der Ostfront, der alte Krieg, wo, wie im Dreißigjährigem-Krieg, ganze Dörfer ausradiert, Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet wurden.
  • Kriegszitterer: Eine der Folgen der Zwangssituation im Schützengraben waren die wie von schwerem Schüttelfrost gebeutelten Soldaten, die Kriegszitterer. Allein in Deutschland waren das rund 2,5 Millionen Kriegsversehrte, die nach dem Krieg zum Stadtbild gehörten. Die Briten sprachen von Bomb Shell Disease oder auch shell shock, da man annahm, die Druckwellen der Explosionen hätten die Gehirne an die Schädelwände gedrückt und so beschädigt.
  • Martin Heidegger: Der Philosoph habe sich, wie Blom anmerkte, als begeisterter Nazi sodann von diesen abgewendet, „weil sie ihm nicht Nazi genug waren!“ Das zeige vor allem die Lektüre der Schwarzen Hefte – Heideggers Tagebücher, die, wie vom Autor verfügt, als Letzte Bände der Gesamtausgabe erscheinen sollten, was unlängst geschehen ist, haben für kurze Zeit das deutschsprachige Feuilleton beschäftigt.
  • Prohibition in den Vereinigten Staaten: Nach dem 1. Weltkrieg wurde in den USA Alkohol per Gesetz, für das de facto alle Abgeordneten gestimmt haben, verboten (Verkauf, Herstellung und Transport, nicht aber Konsum). Die Prohibition war u.a. auch als Anti-Gewaltmaßnahme gedacht: Vielfach haben Arbeiter, die ihren Wochenlohn nach Erhalt versoffen, ihre Frauen geschlagen und vergewaltigt. Frauenproteste, aber auch eine antisemitische Grundstimmung in den USA (die Whiskyerzeugung war vielfach von jüdischen Unternehmern kontrolliert) brachten das Prohibitionsgesetz (von 1920 bis 1933 in Kraft) mit folgenden Konsequenzen: Die Importe aus Kanada haben sich vervierfacht, illegale Läden entstanden (Speakeasy), und die organisierte Kriminalität (Al Capone) machte durch Alkoholimporte enorm viel Geld, sodass die Mafia – wie jeder Geschäftsmann auch – zu diversifizieren begann, also in andere Geschäftsbereiche eingestiegen ist (Schutzgelderpressung bei Wäscherein und Restaurants etc., Immobilien, Prostitution und später Drogenhandel).
  • Olympische Sommerspiele, August 1936 in Berlin: Große Inszenierung der Nazis, um die Diktatur vor aller Welt zu feiern, dann kam der afroamerikanische Leichtathlet Jesse Owens und zertrümmerte den Mythos vom arischen Helden. Dass sich Hitler vor der Medaillenvergabe verdrückt hat, wundert nicht wirklich; aber auch der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt schickte Owens kein Glückwunschtelegramm, und schon gar nicht wollte er den 4-fachen Gold-Medaillengewinner (über 100 Meter, 200 Meter, 4 x 100 Meter und im Weitsprung) im Weißen Haus empfangen: Es war Wahlkampf in den USA und ein Foto mit einem Schwarzen hätte für Roosevelts Gegenkandidaten den sicheren Sieg bedeutet.

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Das ganze Gespräch gibt’s hier zum Nachhören:

  • http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/ueber_uns/aktuelles/Reflektorium34.at.php

Und hier noch was von und mit Blom zum Nachsehen:

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Der letzte der Ungerechten

Dienstag, 29. Oktober 2013 17:16

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Claude Lanzmann und Benjamin Murmelstein in Rom 1975

Was war das, was ich da gesehen habe im Gartenbaukino am Nationalfeiertag? Mit Sicherheit „einen der Höhepunkte der Viennale„, wie dessen Direktor vor Vorführungsbeginn anmerkte. Claude Lanzmann, Regisseur von Shoah, hat im Jahr 1975 den letzten, von den Nazis ernannten Judenältesten des KZ-Ghettos Theresienstadt, Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein, aufgesucht und mit ihm ein vielstündiges Gespräch über mehrere Tage hinweg geführt. Gedreht wurde in Rom, wo Murmelstein mit Frau und Sohn lebte.

Der einzige überlebende Judenälteste eines Nazi-Ghettos, Leiter der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien in den Jahren von 1938 bis zu seiner Deportation nach Theresienstadt im Jänner 1943 (in dieser von den Nazis geschaffenen Funktion hatte er eng mit Adolf Eichmann zusammenzuarbeiten) und nach dem Krieg von Überlebenden als Kollaborateur beschuldigt, war Lanzmanns erster Interview-Partner für den Shoah-Film; er hat dieses Gesprächsmaterial dann aber nicht für diesen Film verwendet.

Das Rohmaterial übergab der Regisseur dem Steven Spielberg Film and Video Archive im United States Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C., mit der Auflage, es für die Forschung zur Verfügung zu stellen (Gesprächssequenzen). Nach einer Vorführung dieses Interview-Materials im Wiener Filmmuseum im Jahre 2007 hat der Filmproduzent Danny Krausz (DOR-Film), wie er im Gartenbaukino sagte, den anwesenden Lanzmann überredet, doch einen Film über Benjamin Murmelstein zu machen. Dieser Film, mitfinanziert von der DOR-Film, hatte unter dem Titel Der letzte der Ungerechten (Originaltitel: Le Dernier des injustes) in Cannes im Frühjahr seine Weltpremiere.

Was soll ich sagen, außer: Hingehen!

Er ist das absolute Gegenteil eines Kollaborateurs. Er war brutal, hatte eine große Schnauze, war ungemein schlagfertig – genau das erlaubte es ihm auch, den Nazis Paroli zu bieten.
(Claude Lanzmann über Benjamin Murmelstein in einem Interview mit der FAZ)

Hier noch Infos zum Hintergrund:

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ES muss raus …

Freitag, 6. April 2012 22:26

Immer wieder taucht ein Deutscher (oder Österreicher) auf, der glaubt, sagen zu müssen, „was gesagt werden muss„, um im selben Atemzug darüber Klage zu führen, nie sagen zu können, „was gesagt werden muss„. Kostümiert als Dichter, zeitgleich in mehreren internationalen Tageszeitungen, oder in Form von Erklärungen oder im Schutz der Anonymität als Poster, sagen sie, „was gesagt werden muss“ nicht über Pakistan, Saudi Arabien, Iran, Afghanistan, Somalia etc., nein: Sie sagen, „was gesagt werden muss„, immer über Israel, immer über den Staat der Juden, „in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten – ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist„. Sie sagen, „was gesagt werden muss„, immer „dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will„, und sie sagen das, „was gesagt werden muss„, weil „die Atommacht Israel den ohnehin brüchigen Weltfrieden gefährdet durch das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird„.

Wenn sie dann das gesagt haben, von dem sie meinen, dass es „gesagt werden muss„, und die veröffentlichte Meinung nahezu geschlossen das, „was gesagt werden muss„, als das benennt, was es ist, nämlich: Bullshit, dann wollen sie darin eine Medienkampagne erkennen und fühlen sich in ihrer Meinungsäußerungsfreiheit bedroht!

Die Obsession, mit Israel sich befassen zu müssen, teilt der Literaturnobelpreisträger mit Antisemiten aller Lager. Aber seine in Verse gekleidete perfide Unterstellung, Israel wolle das iranische Volk mittels eines (atomaren) Erstschlags „auslöschen„, sollte – abgesehen von der obszönen Verdrehung von Ursache und Wirkung – wohl auch als Versuch gelesen werden, aus der eigenen Verstrickung in die Menschheitsverbrechen herauszukommen. Es lässt sich besser leben, wenn die Opfer der Nazis selbst zu Nazis gemacht werden.

Henryk M. Broder, der vor rund 15 Jahren in seinem Buch „Der ewige Antisemit – Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls“ den Antisemitismus vor allem innerhalb der Linken in all seinen Schattierungen offengelegt hat, beendete seine, unter der Überschrift „Günter Grass – Nicht ganz dicht, aber ein Dichter“ in der Tageszeitung Die Welt veröffentlichte Entgegnung auf das Grass’sche „Was gesagt werden muss“ mit folgenden Zeilen:

Die Deutschen werden den Juden nie verzeihen, was sie ihnen angetan haben. Damit im Nahen Osten endlich Frieden einkehrt und auch Günter Grass seinen Seelenfrieden findet, soll Israel „Geschichte werden“. So sagt es der iranische Präsident, und davon träumt auch der Dichter beim Häuten der Zwiebel.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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Marie Jahoda

Freitag, 2. März 2012 19:06

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Als ich gestern abends mit dem Auto unterwegs war, lief auf Ö1 eine Sendung aus dem Jahre 1996, die mich schon damals tief beeindruckt hatte. Jetzt, 25 Jahre später, hat mich diese Reise ins „Jahrhundert der Extreme“ (Eric Hobsbawn) derart in den Bann gezogen, dass ich mir einen Parkplatz suchte, um ihr meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Es war ein Gespräch mit Marie Jahoda, das Doris Stoisser im Rahmen der Ö1 „Im Gespräch„-Sendereihe mit der damals 89-jährigen Sozialwissenschaftlerin geführt hatte. Jahoda hatte wenige Wochen zuvor einen Schlaganfall erlitten. Hätte man das nicht vor Sendungsbeginn erfahren, man hätte beim Zuhören nichts bemerkt: Selten habe ich jemand so analytisch-präzise und zugleich so verständlich sprechen gehört, wie die fast 90-jährige Marie Jahoda. Faszinierend erzählt sie über Marienthal und ihre „privilegierte“ Kindheit („privilegiert“ deshalb, wie sie betonte, weil sie von ihren Eltern geliebt und gefördert wurde), über die Zeit in der Illegalität (als Mitglied der „Revolutionären Sozialisten“ hat sie das austrofaschistische Regime für neun Monate in der Rossauer Kaserne inhaftiert), die Emigration nach Großbritannien (von 1937 bis 1945) und in die USA (von 1945 bis 1958) und ihre sozialwissenschaftlichen Arbeiten (insbesondere über Vorurteile) in Großbritannien.

Marie Jahoda ist vor allem als zentrale Autorin der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ bekannt, die im Jahre 1933 veröffentlicht wurde. Die Marienthal-Studie gilt dank der innovativen Verknüpfung unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Methoden und der für Laien verständlichen Darlegung der Forschungsergebnisse als einer der wichtigsten Texte der modernen Sozialwissenschaften. Von zeitloser politischer Brisanz ist freilich der zentrale Befund der Studie: Lang andauernde Arbeitslosigkeit führt zu Resignation, Apathie und Untätigkeit und nicht, wie von linken Theoretikern erhofft, zu Auflehnung und Politisierung nach Links. Ein Befund, der sich wenige Jahre danach bestätigen sollte: Die „ermüdeten“ Bewohner Marienthals (Ortsteil von Gramatneusiedl), überwiegend sozialdemokratisch sozialisierte Arbeiter, sind nahezu geschlossen zu den Nazis übergelaufen. (Über die Marienthal-Studie und seine Autorinnen und Autoren gibt es eine hervorragende Website, die vom Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich erstellt wurde).

Beim Zuhören dieser Sendung wurde mir bewusst, wie nahe uns alle mit Marienthal zusammenhängenden Probleme sind – und zugleich wie (denk)fern uns andere Lösungsansätze geworden sind als jene, die propagiert und umgesetzt werden: Seit Gründung der Europäischen Union waren noch nie so viele Menschen ohne Arbeit wie heute. Neben Griechenland bluten Spanien (jeder zweite unter 25-jährige ohne Job!) oder Portugal auf Grund der aberwitzigen Auflagen, die ihnen die Regierungschefs der anderen Mitgliedsstaaten diktieren, ja, diktieren müssen, weil sie die Spielräume der Finanzmärkte nicht einschränken können oder wollen – was weiß ich! In der gesamten Union werden staatliche Ausgaben zurückgenommen und Budgetsparprogramme beschlossen, die mit Sicherheit die Arbeitslosigkeit werden weiter ansteigen lassen.

Jahoda plädiert für andere Ansätze, etwa für die Verkürzung des Achtstundentages auf einen Sechsstundentag, freilich bei vollem Lohnausgleich. Solche grundvernünftige Optionen werden nicht mehr artikuliert – von niemandem mehr. Wenn wir das, aber nicht bald tun, dann ist zu befürchten, dass die nationalistischen Schlägerpartien allerorts in Europa uns wieder dorthin bringen, wo wir nie wieder hinwollten.

Hier noch ein kurzer Video-Ausschnitt der Rede Marie Jahodas auf dem SPD-Parteitag in München am 21. April 1981, in der sie über die psychosozialen Folgen der Arbeitslosigkeit spricht. Unter den Zuhörern befindet sich auch Bruno Kreisky, der in seinen Memoiren davon erzählt, dass er als unpolitischer 14-jähriger zu einem Vortrag der damals 17-jährigen Jahoda gegangen und als Sozialist nach Hause gekommen war. Sein bekannter Ausspruch, „Ein paar Milliarden Schulden mehr bereiten mir weniger schlaflose Nächte als ein paar hunderttausend Arbeitslose!„, ist im Grunde genommen die politische Antwort auf die Erkenntnisse der Marienthal-Studie.

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67 Minuten ohne Zigarette

Donnerstag, 15. Dezember 2011 18:36

Pragmatismus und Vernunft, nicht Wut! Ein analytischer Blick auf die Verhältnisse, ein leidenschaftliches Eintreten für Freiheit und Menschenrechte, Gerechtigkeit und Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit! Keine „großen Visionen„, sondern historisches Bewusstsein, das weiß, dass diese allesamt in großen Verbrechen münden.
In diesem Sinne: Helmut Schmidts grandiose Rede über Deutschland und Europa vor dem SPD-Parteitag – 67 Minuten ohne Zigarette!

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Jeder stirbt für sich allein

Dienstag, 26. April 2011 20:16

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Das Arbeiterehepaar Otto und Elise Hampel hat von 1940 bis zu ihrer Verhaftung im Jahre 1942 rund 280 Postkarten und Flugblätter gegen Krieg und Nationalsozialismus geschrieben, die sie auf Stiegen oder Fensterbänken von Wohn- und Bürohäusern in Berlin deponierten im Glauben, ihre Botschaften werden sich massenhaft verbreiten. Welch ein Irrtum: Lediglich 18 Karten blieben verschwunden, die übrigen wurden von den Findern sofort der Gestapo übergeben. Im Jänner 1943 sind die Hampels vom Präsidenten des NS-Volksgerichtshofes Roland Freisler wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 8. April 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet worden.

Auf das Schicksal dieses Ehepaares ist der Schriftsteller Hans Fallada (eigentlich Rudolf Ditzen) im Jahre 1946 von seinem Freund Johannes R. Becher aufmerksam gemacht worden. Becher, später Kulturminister der DDR, war zu jener Zeit Präsident des Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands. Der Kulturbund wirkte am antifaschistischen Gründungsmythos der DDR mit, Geschichten über Helden des antifaschistischen Widerstands waren daher höchst willkommen. Wenngleich sich Fallada zunächst zierte, weil er, wie er betonte, selbst „im Strom mitgeschwommen war„, muss der Stoff ihn doch außerordentlich angezogen haben: Schon schwer gezeichnet von jahrelanger Morphium- und Alkoholabhängigkeit schrieb Fallada 866 Typoskriptseiten in nicht einmal vier Wochen.

Im Jahre 1947, kurz nach Falladas Tod, erschien der Roman unter dem Titel „Jeder stirbt für sich allein“ im Aufbau-Verlag, freilich um jene Passagen bereinigt, die nicht so recht ins antifaschistische Heldenimage passten: Im Originalmanuskript zeichnet Fallada seine Protagonisten in Analogie zu den Hampels (im Roman heißen sie Otto und Anna Quangel) als ehemalige Sympathisanten der Nazis (Otto Quangel ist überzeugt, dass er die Position als Tischlermeister in einer Möbelfabrik nur „dem Führer“ verdankt und seine Ehefrau war eine begeisterte Funktionärin in der NS-Frauenschaft), und selbst als Postkartenschreiber gegen die Nazis werden sie keine wirklichen Sympathieträger. Diese Passagen fanden sich in der Erstveröffentlichung ebenso wenig wie die Schilderungen des Umgangs mit potentiellen Verrätern innerhalb einer kommunistischen Widerstandszelle.

Nach dem großen Erfolg, den der Roman seit einigen Jahren vor allem in den USA und in Israel bei Kritik und Publikum erzielte, hat jetzt auch der Aufbau-Verlag nachgezogen und Hans Falladas Opus Magnum erstmals in der vom Autor hinterlassenen Fassung veröffentlicht. Sein präziser Blick auf den nationalsozialistischen Alltag während der ersten Kriegsjahre funktioniert sowohl als packender Kriminalroman (Figur des Nazi-Polizeikommissars Escherich!) als auch als soziologische Studie über die „kleinen Leute„, also über jene, die nach WK II als „Mitläufer“ oder „minder Belastete“ entnazifiziert wurden. Im Anhang finden sich überdies Auszüge aus den Prozessakten gegen die historischen Vorbilder der Quangels und ein Nachwort zur Entstehungsgeschichte des Romans.

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Geschichte der Dunkelheit

Donnerstag, 14. April 2011 18:41

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Ich gehe gerne auf den Fußballplatz. Ich höre gerne Rock ’n’ Roll, ich lese auch gerne Schriftsteller, die ganz anders arbeiten als ich. Aber ich kann nur so schreiben, wie ich schreibe.“ (Gerhard Roth in einem wunderbaren Interview anlässlich des Erscheinens seines neuen Werks „Orkus – Reise zu den Toten„)

Kürzlich habe ich Gerhard Roths Buch „Die Geschichte der Dunkelheit„, 1991 erschienen, wieder gelesen. Der Autor hat darin den Bericht des Wiener Juden Walter Berger aufgezeichnet, der in der Leopoldstadt aufgewachsen und vor den Nazis nach England geflüchtet ist, wo er, nach mehreren vergeblichen Versuchen in die USA zu gelangen, der tschechischen Exilarmee beigetreten ist und auf Seiten der Alliierten gegen die Nazis gekämpft hat. Nach WK II ging er für eineinhalb Jahre in einen Kibbuz nach Israel, dann nach Deutschland, um schließlich wieder nach Wien in die Leopoldstadt zurück zu kehren (dank der Unterstützung des damaligen SPÖ-Vizekanzlers Bruno Pittermann, der Bergers Lehrer an der Privattechnischen Lehranstalt im Arsenal in den späten 1920-er Jahren gewesen war), in eine Leopoldstadt, in der die Spuren jüdischen Lebens fast gänzlich ausgelöscht waren.

Roths Aufzeichnungen der Lebenserinnerungen des Walter Berger, diese Odyssee durch das Jahrhundert der Extreme (Eric Hobsbawm), ist für mich vor allem ein wunderbares Buch über das Weitermachen – trotz alledem.

Gerhard Roth wird am 15. Mai im Burgtheater aus seinem neuen Buch lesen.

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Take it as it comes

Dienstag, 26. Januar 2010 18:17

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Receive with simplicity everything that happens to you“

Diesen Spruch, der dem im Mittelalter wirkenden Rabbiner und Talmud Kommentator Rashi zugeschrieben wird, stellen die Brüder Joel und Ethan Coen ihrem jüngsten Werk „A Serious Man“ voran.

Nach einer rund zehnminütigen Zeitreise in die untergegangene Welt des jüdischen Schtetls, wo jiddisch gesprochen wird und eine resolute Frau einem alten Mann ein Messer ins Herz treibt, weil sie in ihm einen Dibbuk zu erkennen vermeint, folgt eine Schwarzblende, danach:

When the truth is found to be lies
and all hope inside you dies
don’t you want somebody to love …“

Somebody to love“ von Jefferson Airplane, Grace Slicks Stimme dröhnt aus einem Kopfhörerstöpsel, der sich im Ohr eines jungen Mannes befindet. Die Kamera gleitet langsam entlang eines weißen Kabels und in unseren Fokus kommt, nein, nicht ein iPod, sondern ein altes Transistorradio. Wir sind nicht im Heute gelandet. Wir sind in den 1960-er Jahren, genauer: im Jahr 1967. Die B-52-Bomber legen gerade halb Südostasien in Schutt und Asche. The Doors veröffentlichen ihr Debütalbum, auf dem Jim Morrison das eingangs zitierte Motto des Rabbiners neu übersetzt: „Take it as it comes„.

Einer, der alles nimmt, wie es kommt, ist Larry Gropnik, Professor für Physik und Mathematik an einer Universität irgendwo im Mittelwesten der USA. Er lebt mit Frau und Kindern in einer dieser Vorstadtsiedlungen, wo der Rasen täglich gemäht wird, und wo jeden Moment der fröhlich winkende Feuerwehrmann aus Blue Velvet vorbei fahren könnte. Es ist eine überwiegend von Juden bewohnte Siedlung, mit jüdischer Schule, Rabbi und Synagoge. Larrys kleines Glück wird empfindlich gestört: Was soll er tun, wenn die Frau die Scheidung will, um fortan mit einem seiner Freunde Tisch und Bett zu teilen? Was, wenn dieser Ex-Freund bei einem Autounfall ums Leben kommt? Was, wenn aus der in Aussicht gestellten Fixanstellung doch nichts wird, weil irgendein anonym bleibendes Arschloch irgendwelche Verleumdungen streut? Was, wenn sich die Alpträume bewahrheiten und ihn der Redneck-Nachbar tatsächlich abknallen sollte? Und was, wenn selbst der Rabbi, den er in seiner Verzweiflung aufsucht, auf die Frage nach dem Sinn all dessen nur lakonisch antwortet, das habe ihm Gott auch nicht gesagt?

Die Coens haben eine Tragikömodie auf die Leinwand gezimmert, mit all den köstlichen Zugaben, die ihre Filme schon immer auszeichneten: Ein phantastisches Script, umwerfende Situationskomik, abrupt endende Szenen, brillante Kamerabilder, für die wie immer Roger Deakins verantwortlich zeichnet, und ein furioses Finale.

Große Szene: Der koreanische Student Clive, der den Physiktest nicht bestanden hat, weil er keine Ahnung von Mathematik hatte, ersucht Larry um postive Benotung. Larry lehnt ab. Als Clive gegangen ist, findet Larry einen mit Dollarscheinen prall gefüllten Briefumschlag in seinem Büro, den Clive offenbar „vergessen“ hat – was dieser, als ihn Larry später zur Rede stellt, abstreitet. Und der arme Larry hat ein Problem. (Das muss man gesehen haben!)

Hatte Hiob das bessere Los, weil er an seinem Gott wenigstens noch zweifeln konnte? Ich weiß es nicht. Aber eines ist gewiss: solche Filme konnte er nicht sehen.

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Angst – Sicherheit – Kontrolle

Donnerstag, 8. Oktober 2009 19:33

cctvThose who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.“ (Benjamin Franklin)

Nach dem Mord an dem dreijährigen James Bulger im Jahre 1993 ist die Anzahl der Videoüberwachungsgeräte in Großbritannien sprunghaft angestiegen. Mit dem Argument, Verbrechen zu verhindern, wurde das Land sukzessive mit CCTV-Kameras (=“Closed-circuit television„) bestückt. (vgl. dazu hier)

Auch wenn die Behörden wissen, dass sich CCTV-Kameras keineswegs zur Verbrechensprävention eignen und auch bei der Täterüberführung nahezu keinen Beitrag leisten (vgl. hier), wird vor allem seit 9/11 weiter aufgerüstet. Der „War on Terrorism“ legitimierte nicht nur in den USA die Suspendierung fundamentaler Menschenrechte (Guantánamo, Folter) sondern hat auch in Europa zur Aufweichung von Grund- und Freiheitsrechten und zum Überhandnehmen des Paranoiadiskurses („Sicherheit„) geführt, der auch hierzulande längst jede politische Debatte, von der Integrationsfrage bis zur Wirtschaftskrise, dominiert.

Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten!“ Man kennt den Spruch, mit dem der konservative britische Premierminister John Major die CCTV-Aufrüstung nach dem Bulger-Mord der Bevölkerung verkauft hat. Man hört ihn von Politikern aller Coleurs, wenn es darum geht, Einschränkungen von Freiheitsrechten zu legitimieren, die in jahrhundertelangen Kämpfen gegen die jeweiligen Machthaber durchgesetzt werden mussten.

Streichen Sie die Wendung ‚Ich habe ja nichts zu verbergen‘ aus Ihrem Wortschatz, denn wer nichts zu verbergen hat, der hat bereits alles verloren. Es ist gut, dass Sie etwas zu verbergen haben, und so sollte es auch bleiben. Verteidigen Sie Ihre Geheimnisse, sie gehören Ihnen.

Soweit Ilija Trojanow und Juli Zeh in ihrer Kampfschrift gegen den Überwachungsstaat („Angriff auf die Freiheit„), in der sie jene Mechanismen beschreiben, die zum sukzessiven Aufbau des Überwachungsstaates und damit zum Abbau der bürgerlichen Freiheitsrechte in der westlichen Welt seit 9/11 geführt haben. Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren, elektronische Pässe mit biometrischen Daten, um nur die zentralen Überwachungs- und Kontrollinstrumente anzuführen, die in den letzten Jahren beschlossen wurden – ohne allzu großen Widerstand beschlossen wurden.

Der „Krieg gegen den Terror“ fungiere dabei nur als Vorwand, so die Autoren, im Grunde würden die Repräsentanten der Staatsmacht auf Freiheitspotentiale reagieren, die sich politisch nach 1989/90 und technologisch durch das Internet für den Einzelnen eröffnet haben:

Grenzen lösen sich auf, zwischen Staaten, zwischen politischen Lagern, zwischen Deutungssystemen. Weder eine Religion noch die klassische Idee der Familie, noch eine politische Ideologie besitzt die Macht, den zeitgenössischen Menschen ‚auf Linie‘ zu halten. Individualismus, persönliche Freiheit, die sukzessive Abschaffung von Denk- und Handlungszwängen führen zur Unschärfe. Die Menschen und ihre Lebensentwürfe sind schwer einschätzbar geworden. Die Kommunikationstechnologie überwindet letzte geographische und soziale Barrieren. Das (fast) kostenlose Internet steht jedem offen, der sich die notwendige Zugangstechnik leisten kann, und das können dank sinkender Preise weltweit immer mehr Menschen.
Entgrenzung bedeutet Freiheit für den Einzelnen und Kontrollverlust für die Machthaber, ganz gleich, ob es sich um autoritäre Regime oder demokratisch legitimierte Regierungen handelt. Dieser Kontrollverlust wird im Denken und in der Rhetorik der politischen Eliten als ‚Sicherheitsproblem‘ identifiziert.

Eine wichtige Streitschrift! Auf Juli Zehs Website findet sich alle Anmerkungen des Buches, in denen Links zu weiterführenden Infos enthalten sind.

P.S. Am 25. Oktober werden im Rabenhof wieder die Big Brother Awards vergeben, die Auszeichnungen für jene Personen, Institutionen, Behörden und Firmen die sich besonders um unser aller „Sicherheit“ verdient gemacht haben.

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Pop fetzt Nazis weg

Mittwoch, 2. September 2009 18:48

christoph-waltz

Frage: Andere Filme über die Nazi-Zeit versuchen, Wirklichkeit über authentische Requisiten zu schaffen. Operation Walküre mit Tom Cruise musste unbedingt im Bendler-Block gedreht werden

Waltz: Das ist das Gegenteil von dem, das ich meine. Solche Filme sind nicht nur kein Kunstwerk, sie sind auch keine Geschichtsbetrachtung. Sie sind, im besten Fall, Unterhaltung. Dadurch entsteht keine Wahrheit, sondern Selbstgerechtigkeit. Wir erklären unsere Geschichte für erledigt, indem wir uns mithilfe solcher Authentizitätsversicherungen auf der richtigen Seite wähnen. Wir lassen die Wunde nicht mehr aufreißen.
(Christoph Waltz in einem faszinierenden Interview in der Zeit-Online)

In dem köstlichen „Kaiser Nero„-Sketch von Gerhard Polt ärgert sich ein Vater über seinen Buben, weil dieser in der Schule im Fach Geschichte einen Fünfer bekommen hat. Für den Vater unerklärlich, müsse doch jeder längst wissen, wie der Polt-Vater im unnachahmlichen bayrischen Dialekt mosert, „dass der Peter Ustinov der Kaiser Nero war„.

Die Polt’sche Figur hat klarerweise recht, weil in Zeiten der elektronischen Massenmedien jedwede Erinnerung an vergangene Zeiten ausschließlich über von diesen Medien produzierte Bilder hergestellt wird. Was den jugendlichen Kinogängern der 1950-er und 1960-er Jahre ihr Ustinov-Nero war, ist den 2000-ern Bruno Ganz und dessen Hitler-Spiel in „Der Untergang„.

Die Ausschnitte, die ich gesehen hatte, reichten mir völlig: Ich hatte keine Lust, mich dieser Hitler-als-Mensch-Kopie im Kino auszusetzen; einmal davon abgesehen, dass es schlicht widerlich ist, die sadistische Mörderbagage just in dem kurzen Moment ihres Daseins darzustellen, in der es ihr schlecht erging. Es hat mich auch nicht gewundert, dass ich nach dem Kinostart von „Der Untergang“ von Leuten, die den Film gesehen hatten, Sätze hörte, wie „Bruno Ganz spielt so gut, dass ich plötzlich verstanden habe, warum so viele Menschen von Hitler fasziniert sein konnten.

In der faschistischen Ästhetik stirbt der Held, um zum ewigen Bild zu werden, zu jenem Märtyrer, der immer im Geiste mitmarschiert. Die Todesbilder des Postfaschismus haben diesen Vorgang nur dämonisiert oder mit Bedauern verbunden. So blieb das Bild als fixe Idee. Der „Hitler in uns“, „Mensch Hitler“, die unsterbliche Bestie: das nicht abgeschlossene Bild, das die postfaschistische Gesellschaft fürchtet und von dem sie zugleich besessen ist. Vor allem die deutsche Kultur war und ist auf eine unaufklärbare Weise „Hitler-süchtig.“ (Georg Seeßlen im Spiegel)

Diesen Dämonisierungen ist jetzt der Garaus gemacht worden, und zwar mit den Mitteln des amerikanischen Kinos, und von Quentin Tarantino und seinem famosen „Inglourious Basterds„. Historische Authentizität? Fuck off! Stattdessen: Kino als Möglichkeitsraum, in dem der einen Geschichte-Erzählung ganz andere Stories entgegengeschleudert werden. Tarantino, der ehemalige Videothekar, der seit seinem Erstlingswerk Reservoir Dogs den Fundus der populärkulturellen Produktionen kreativ plündert, wie kaum ein anderer, bemüht in diesem Film den Italo- (Sergio Leone) und Spätwestern (Sam Peckinpah) ebenso wie all die Nazi-Trash-Movies, die Comics sowieso, aber auch die großen Melodramen. Herausgekommen ist ein radikaler Wurf, der all die um historische Wahrheit bemühten Filme als das entlarvt, was sie sind: Kitsch.

Once upon a time in Nazi occupied France …“ So beginnt Tarantinos Meisterwerk, gesehen im schönsten Kino Wiens, im Gartenbau, in der Originalfassung mit Untertiteln, was bei diesem Film übrigens von ganz zentraler Bedeutung ist, bildet doch die Sprache, der Gebrauch und die Macht der unterschiedlichen Sprachen, Dialekte und Idiome, welche die Protagonisten sprechen, die Essenz des Films.

Herausragend: Christoph Waltz als SS-Offizier Hans Landa. Hat man je zuvor solch einen teuflisch-bösen, genialen, weil opportunistischen Massenmörder auf der Leinwand gesehen? Eine Jahrhundertperformance. Aber auch die anderen Schauspielerinnen (grandios: Mélanie Laurent) und Schauspieler (August Diehl: Angstschweiß; Til Schweiger: ja, auch der!) agieren virtuos.

Meine Lieblingssequenz: Shoannah Drehfuß (gespielt von Mélanie Laurent), einzige Überlebende des Massakers an ihrer Familie (genauer: SS-Landa, Herr über Leben und Tod, lässt sie entkommen), schminkt sich für ihren großen Auftritt. Sie legt die Kriegsbemalung an, dazu klingt „Cat People (Putting out the fire)“ von David Bowie (schreibt irgendwer bessere Popsongs?).

Und im Dunkel des Kinos feuere ich mit größter Lust gemeinsam mit den beiden Basterds die Magazine ihrer Maschinengewehre leer.

Übrigens hätte es wirklich beinahe eine „Basterds„-Truppe gegeben, und zwar aus Hollywood, wie Georg Seeßlen in der Jungle World angemerkt hat.

Schöne Kritik von Christian Fuchs

P.S.
Das Filmmuseum zeigt im September eine Retrospektive von einem anderen Kinobessessenen, von Martin Scorsese. Neben einigen Großtaten aus seinem Werk, wie Taxi Driver, Mean Streets“ oder The Age of Innocence, freue ich mich ganz besonders auf seine Streifzüge durch das amerikanische und das italienische Kino (A Personal Journey with Martin Scorsese through American Movies und Il mio viaggio in Italia / My Voyage to Italy), in denen der Meister Ausschnitte aus seinen Lieblingsfilmen kommentiert und damit seine Einflüsse offenlegt.

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