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Strange Fruit

Sonntag, 26. Oktober 2008 13:19

Auf Arte lief eine hervorragende Doku über Black Music, „Schwarz und Stolz – Die Geschichte der schwarzen Musik“ des französischen Regisseurs Marc-Aurele Vecchione. Darin wird die Geschichte der afroamerikanischen Musik von den Worksongs bis zum HipHop mit den gesellschaftlichen Entwicklungen seit dem 17. Jahrhundert in USA kurzgeschlossen. Große Empfehlung für diese Dokumentation, die gespickt ist mit hochinteressanten Zeitdokumenten und raren Konzertmitschnitten.

Billie HolidayStrange Fruit

Southern trees bear strange fruit,
Blood on the leaves and blood at the root,
Black bodies swinging in the southern breeze,
Strange fruit hanging from the poplar trees.

Die Doku wird am 2. November um 09.45 Uhr und am 13. November um 03.00 Uhr wiederholt! Möglicherweise gibt es sie aber auch auf ARTE 7+ zu sehen, wo ausgewählte Sendungen sieben Tage lang im Netz hängen (länger ist leider gesetzlich nicht erlaubt). Also hin und wieder auf http://www.arte.de vorbei schauen. Es lohnt sich in jedem Fall!

Thema: Film, Geschichte, Musik, Politik | Kommentare (0) | Autor:

Bastards of the Party

Montag, 20. Oktober 2008 23:17

California State Prison, Solano

COINTELPRO, the Counter-Intelligence Program, was started by the government. And their whole objective was to neutralize any black movement in America, that they thought a threat. The Panthers being the biggest threat in America at one time (…) They broke down that whole infrastructure very quickly, in two, three years. They turned them against each other, and jailed their leadership. (…) And that’s what made everybody say, wow, see, if you get involved with the politics they’ll kill you. So, I’m just going to look out for me, and my family. It went from community success to individual success. I think that’s where black-on-black crime really just exploded.“ (Interview mit Cle Bone Sloan)

Der Filmemacher Cle Bone Sloan dokumentiert in seinem Film Bastards of the Party, den ich im Rahmen der Viennale gesehen habe, die Geschichte der schwarzen Gangs in Los Angeles. Sloan, mittlerweile inaktives Mitglied der „Bloods„, einer Gang, der er seit seinem 12. Lebensjahr angehört, wofür er mit vielen Jahren hinter Gittern zu bezahlen hatte, erzählt darin auch die Geschichte der Black Community am Beispiel Los Angeles von den 1960-er Jahren bis heute. Ende der 1960-er und Anfang der 1970-er Jahre wird die Black Panther Party von Regierung und FBI zur terroristischen Vereinigung erklärt und zerschlagen, ihre zentralen Figuren getötet oder inhaftiert. Mit der Schließung der Fabriken, in denen hauptsächlich Afroamerikaner beschäftigt waren, kommt in den folgenden Jahren der wirtschaftliche Niedergang der Schwarzen Viertel: Die Väter arbeitslos und die Kids ohne Job-Perspektiven. Der politische Kampf gegen rassistische Diskriminierung geht in den täglichen Fights zwischen den einzelnen Gangs und im gemeinsamen Kampf gegen die Polizei verloren. Die Folgen: Mehr Schwarze – und Latino-Kids in den Gefängnissen als in den Colleges! Das kalifornische Gefängnissystem ist das drittgrößte der Welt (hinter China und den Vereinigten Staaten insgesamt) – seit 1980 sind in Kalifornien 23 neue Gefängnisse errichtet worden -, in dem im Jahre 2007 mehr als 160.000 Menschen inhaftiert waren, zwei Drittel davon waren Afroamerikaner oder Latinos.

California State Prison, Los Angeles

Cle Bone Stone hat den Ausstieg geschafft – seine Mitstreiter, deren Fotos am Ende des Films kurz aufgeblendet werden, nicht. Sie sind tot oder hinter Gefängnismauern weggesperrt – lebenslang.

Thema: Film, Musik, Politik | Kommentare (1) | Autor:

Walk on by

Freitag, 22. August 2008 14:15


I can’t go to sleep (Wu-Tang Clan featuring Isaak Hayes)

Thema: Film, Musik | Kommentare (0) | Autor: